Der Babelsberg

Die Namen, mit denen der Babelsberg, der unserem Zwinger den Namen gibt, in der Vergangenheit belegt wurde, wechselten. Im Jahre 1442 taucht er zum ersten Mal in einem Schriftstück auf - der "Buberow mit dem Holtze drauf". Zu Zeiten des Großen Kurfürsten (1620-1688) gab es einen "kleinen Thiergarten auf dem Baberow". Eine Beschreibung von 1850 ist dem Babertsberg gewidmet. Auch vom Babert war einmal die Rede.

Nicht nur Wissenschaftler haben sich über die Herkunft des Namens den Kopf zerbrochen. Auch die Sage hat sich der Sache angenommen. Sie leitet den Namen des Berges vom slawischen Wort "baba" ab, und das ist die alte Frau oder die Hexe. Folglich könnte es der märkische Blocksberg gewesen sein, wo eine zauberkundige Hexe ihr Unwesen trieb. So gibt es noch weitere Geschichten vom Sonnenkönig, vom Lindwurm, Müller Pumphut und Bibern. Die alle hier zu erzählen würde den Rahmen sprengen.

Als der preußische Gartendirektor Peter Joseph Lenné Prinz Wilhelm, den zweitältesten Sohn von König Friedrich-Wilhelm III. und der Königin Luise, für den Berg begeisterte, war bereits vom Babelsberg die Rede. Der Babelsberg wurde Standort des von Lenné geplanten Park Babelsberg. Im Park Babelsberg steht das von Schinkel 1834 begonnene, von Persius 1844-1849 in englischer Neugotik vollendete Schloss Babelsberg.

Quelle:
Babelsberg - Ein Ortsteil Potsdams
von Christa und Johannes Jankowiak
Stapp-Verlag - ISBN 3 87776 933 0

Fotos Park Babelsberg